Die Intermediäre Plattform bildet das digitale Herzstück der grenzüberschreitenden Verwaltungskommunikation in Deutschland. Sie verbindet das nationale Once-Only Technical System (NOOTS) mit dem europäischen Pendant (EU-OOTS) und ermöglicht damit, dass deutsche Behörden Nachweise aus anderen EU-Mitgliedstaaten elektronisch abrufen können und umgekehrt.
Das Projekt wurde im Auftrag der d-NRW AöR entwickelt, Bedarfsträger ist das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen.
Unsere Leistungen:

Wer in Deutschland zum Beispiel ein Unternehmen gründet oder eine Gewerbeanmeldung einreicht, braucht häufig Nachweise aus dem Ausland oder stellt sie für andere EU-Länder bereit. Bisher war das mit erheblichem Aufwand verbunden.
Die Intermediäre Plattform beseitigt genau diesen Medienbruch: Sie übersetzt europäische Nachweisanfragen automatisch in das nationale Format und umgekehrt, sodass Behörden und Bürger:innen nahtlos und vollständig digital kommunizieren können.
Zentral implementierte Funktionalitäten nehmen dabei deutschen Nachweise anfordernden Behörden und Nachweislieferanten aufwändige Integrationsarbeiten ab. Das Once-Only-Prinzip wird so nicht nur national, sondern erstmals auch grenzüberschreitend Realität.
Der Fokus lag von Beginn an auf schneller Lieferbarkeit: In kurzer Zeit entstand ein funktionsfähiges Minimum Viable Product (MVP), das bereits Ende 2023 den Anschluss des gemeinsamen Registerportals der Länder (Handelsregister) ermöglichte. Dieses agile Vorgehen stellte sicher, dass erste grenzüberschreitende Nachweisaustausche mit den Partnerländern Niederlande und Österreich frühzeitig erprobt werden konnten.
In aufeinanderfolgenden Ausbaustufen wurden weitere Funktionalitäten ergänzt. Aktuell wird die Intermediäre Plattform von Dataport in der zukünftigen Betriebsumgebung auf den Produktivgang im November 2026 vorbereitet.

Die Architektur der Plattform ist von Grund auf auf Nachnutzung ausgelegt. Durch eine containerbasierte Umsetzung mit Docker und Kubernetes können die einzelnen Services der Intermediären Plattform in unterschiedlichen Umgebungen betriebenwerden.
Die Kommunikation erfolgt über standardisierte Schnittstellen wie REST und SOAP sowie über strukturierte Datenformate wie XML und JSON beziehungsweise die projektbezogenen XNachweis- und RegRep-Schnittstellen. Dadurch wird eine hohe Interoperabilität innerhalb der Plattform und mit angebundenen Systemen unterstützt.
Die entwickelten Komponenten sind darauf ausgerichtet, sowohl im nationalen Kontext als auch im Rahmen des europäischen OOTS-Ansatzes verwendet zu werden. Damit leistet die Plattform einen Beitrag zur digitalen Verwaltungsinfrastruktur.
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