E-Government: Zusammenarbeit des Landes NRW mit den Kommunen

18. ÖV-Symposium 2017: „Verwaltung gemeinsam gestalten“

Auf dem 18. ÖV-Symposium "Verwaltung gemeinsam gestalten" am 05. September in Dortmund hat vor allem der Vortrag  von Anna Katharina Rudolf vom Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes NRW unser Interesse geweckt. Unter dem Thema „E-Government: Zusammenarbeit des Landes NRW mit den Kommunen“ stellte sie ihrem Publikum zahlreiche Pilotprojekte für eine erfolgreiche Zusammenarbeit von Landesbehörden mit Kommunen vor. 

Rahmenbedingung für die Zusammenarbeit: Digitale Verwaltung 2020 

Aus dem Regierungsprogramm "Digitale Verwaltung 2020" haben sich Regularien zur behördlichen Zusammenarbeit entwickelt. Sie alle verfolgen das Ziel die Verwaltung zu modernisieren, transparenter zu gestalten und eine überbehördliche Zusammenarbeit zu fördern. Die Richtlinien aus dem Regierungsprogramm richten sich daher an Bundes- und Landesverwaltungen gleichermaßen. In NRW wurden sie vor allem durch den unterzeichneten Open Government Pakt und dem Beschluss zur Umsetzung der Open.NRW-Strategie in den Verwaltungsalltag integriert. 

Vorstellung Pilotprojekte: Erfolgreiche Zusammenarbeit des Landes NRW mit einzelnen Kommunen

Wo eine Zusammenarbeit des Landes NRW mit verschiedenen Kommunen bereits erfolgreich stattgefunden hat zeigen uns die nachfolgenden Projekte. Ebenso verdeutlichen sie wie die drei Säulen der Open.NRW Strategie (Open Data, Partizipation, Zusammenarbeit) auf kommunaler Ebene umgesetzt werden können. Insgesamt 11 Kommunen erhielten, im Rahmen der Open.NRW-Strategie eine Förderung. Aus 26 Bewerbern wurden die Projekte ausgewählt, die dem Gremium besonders innovativ und nachhaltig erschienen und zudem auf andere Kommunen übertragbar sind. Einige der "Piloten" wollen wir Ihnen nachfolgend vorstellen:

Stadt Kerpen: Digitalisierte Archivalien: Beteiligungsportal, Open Data

Das Archiv Stadt Kerpen erhielt eine Förderung für ein Projekt, welches die Bereitstellung von Offenen Daten fördern soll. Konkret geht es dabei um die Digitalisierung von Findbüchern. Diese sollen aber nicht nur elektronisch erfasst werden, umgesetzt wurde auch ein Beteiligungsportal für interessierte Bürgerinnen und Bürger. Via Kommentarfunktionen können Bürger ihr Wissen zu bestimmten Archivalien mitteilen und somit aktiv an der Aufarbeitung der Historie Kerpens teilhaben. Die Daten und der, der Plattform zugrundeliegende Code, wird durch die Kommune kostenlos veröffentlicht und steht damit auch anderen Städten zur Verfügung.

Stadt Paderborn: Kollaborationskonzept Open Data

Die Stadt Paderborn stellt in ihrem Open-Data-Portal mit Hilfe vom Amt für Vermessung Geoinformation als Offene Daten für externe zur Verfügung. Mit ihrer Hilfe soll es zum einen ein virtuelles Schulwegtraining geben und zum anderen können hierdurch 3D-Visualisierungen zu den Sichtbeziehungen von Windkraftanlagen und Immissionen durch Schattenwurf erstellt werden.

Stadt Köln: OpenAir Cologne

OpenAir Cologne ist ein Projekt in Zusammenarbeit des Oklab Cologne, der Stadt Köln und Everykey. Für das Projekt wurden in unterschiedlichsten Stadtteilen Kölns Stickstoff-Sensoren aufgestellt. Ziel ist es sowohl die Bevölkerung als auch die Politik und die Verwaltung auf Kölns Stickstoffproblem aufmerksam zu machen und langfristig gemeinsam dagegen zu wirken.

Nachhaltige Nutzung Offener Daten von Kommunen und Länder

Die beschriebenen Pilotprojekte zeigen, wie Offene Daten effizient und mit Nutzen für Bürger und Verwaltung ganz unterschiedlich verwendet werden können. Wie wichtig eine Zusammenarbeit des Landes NRW mit seinen Kommunen ist zeigen uns die Projekte außerdem. Offene Daten von Kommunen können Ländern durch eine transparente und effektive Arbeitsweise unmittelbar zur Verfügung gestellt werden. Hierdurch ergeben sich für Länder nicht nur Erkenntnisse sondern können vielmehr auch Handlungsempfehlungen ausgesprochen oder Entwicklungen beobachtet werden, wie beispielsweise beim Stickstoff-Sensor Projekt der Stadt Köln.

 

 


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